Diabetes……oder wie macht man möglichst alles falsch

Ich bin Diabetiker. Schon sehr lange, genauer gesagt seit 1994, da wurde es diagnostiziert. Eine Krankheit, die (leider) keine Seltenheit mehr ist, und die sehr heimtückisch ist. Denn sie tut einmal nicht weh…..

Jänner 1994: Meine Nächte sind gestört. Ungeheurer Durst quält mich, und ich steh mindestens drei mal auf, und trinke die Wasserleitung leer. Und erzähle das meinem Vater, der – wegen Altersdiabetes – ein Blutzuckermessgerät zu Hause hat. Er misst meinen Blutzucker – oha, 457 mg/dL Blut – das ist astronomisch hoch. (Anmerkung: Referenzwert eines Gesunden liegt bei 100 mg/dL, alles was höher als 130 ist, ist zu hoch)

Was passiert ist logisch. Krankenhaus, Einstufung als Typ 2 – Diabetiker, Gewichtsreduktion, Diätschulung, Tabletten….ein, zwei Jahre bin ich sehr brav. Dann stimmen die gemessenen Werte nicht mehr, und ich hab viel zu tun. Karriere machen, Vereinsmeier, Kommunalpolitik, Hobbys, Familie, Kinder …. da ist keine Zeit krank zu sein. Oder gar auf seinen Körper aufzupassen. Und es tut ja nichts weh und so hoch wie damals sind die Werte ja nicht.

Anstatt gleich den Weg zum Internisten zu suchen, sperre ich das Blutzuckermessgerät in die hinterste Schublade, nehme aber brav meine Tabletten weiter.  Das schlechte Gewissen, das sich manchmal meldet, wird durch Hyperaktivität in allen Bereichen zum Schweigen gebracht. Keine Zeit für sowas…….und wenn ein Arzt mal ein Labor will, gehe ich nicht mehr hin und suche mir den nächsten, der nicht nachfragt und mir einfach meine Tabletten verschreibt.

Dass dieses Spiel irgendwann mit einem Knall endet, wird jedem klar sein, der sich ein wenig mit Diabetes auskennt. Es dauert Jahre, bis es soweit ist, doch dann stürzt dich diese Krankheit in ein Tal der Tränen. Doch dazu werde ich später mehr schreiben.

Tut das nicht, wenn ihr betroffen seit. Die Schäden, die der Zucker in eurem Körper anrichtet, sind massiv. Allerdings merkst du es erst nach 10-15 Jahren. So wie ich. Wenn ich könnte, würde ich liebend gerne die Zeit zurückdrehen. Doch das geht nicht mehr. Jetzt heisst es, die Tatsachen zu akzeptieren. Dazu später mehr……….

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