Archiv der Kategorie: Kraut und Rüben

Die EU ist am Ende – oder was soll das?

Heute findet also der große EU-Gipfel zur Flüchtlingsfrage in Europa statt. Ich war im Vorfeld schon sehr skeptisch, ob hier Ideen oder Konzepte entstehen können, wie Europa mit der aktuellen Flüchtlingsproblematik umgeht. Eine kleine Notiz in ORF.at heute hat meine Bedenken und Befürchtungen allerdings wirklich bestärkt und eigentlich nur mehr kalte Wut hochkochen lassen:

An dem Gipfel in Brüssel nehmen Österreich, Deutschland, Slowenien, Kroatien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Griechenland teil, außerdem sind die Nicht-EU-Länder Mazedonien und Serbien vertreten.

Quelle: http://orf.at/stories/2305958/2305959/

Hallo? Großer EU-Gipfel? Wo sind die Briten, die Franzosen, die Skandinavier, die baltischen Staaten, die Südeuropäer, die Polen? WAS soll da entschieden werden, wie soll da gesamteuropäische Solidarität verhandelt werden? Niemals, feig und dem Floriani-Prinzip huldigend lässt man die Betroffenen alleine…..

Das bestätigt meine These, dass die europäische  Idee in ihrer ersten großen Krise gescheitert ist, völlig gescheitert. Warum ist das eigentlich so?

Die handelnden Politiker sind seit Jahren schon konzept- und ideenlos, lassen sich nur mehr von Umfragen und tagespolitischer Taktik leiten. Die nationalstaatlichen Ideen werden stärker und stärker – und aus Angst plappern auch die EU-Spitzen dieses Gewäsch nach, anstatt mutig voranzugehen, die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik voranzutreiben und die gegenseitige Solidarität mit dem Druck auf das „Geldbörsel“ notfalls zu erzwingen.

GÄBE es diese Solidarität und diese gemeinsame Politik, dann wäre der Umgang mit der Flüchtlingskrise ein wesentlich leichterer:

1.) Die Flüchtlinge suchen Schutz in der EU, das jeweilige Land können sie sich nicht aussuchen, das wäre unter obigen Voraussetzungen auch egal.

2.) Nicht jeder Migrant ist ein Flüchtling – auch das wäre bei klaren Regeln für legale Zuwanderung und Asyl zu trennen, unterschiedlich zu bewerten und dementsprechend zu handeln.

3.) Eine gemeinsame europäische Sicherheits- und Außenpolitik gäbe Handlunsspielraum, um das Übel an der Wurzel zu packen, in Syrien, in Afghanistan, im Irak……

Ein Traum? Ja, leider. Das wird nicht passieren. Stattdessen zerfällt die europäische Idee in ein Haifischbecken nationaler und nationalistischer Kräfte, verspielt der Kontinent auch seine wirtschaftliche Kraft, und werden weiter Menschen beim Versuch, ihr Leben zu retten und der Kriegshölle daheim zu entkommen, gerade dieses Leben, das sie retten wollten, verlieren. Und kleine Kinder werden in „Vorhöfen der Hölle“ bei Minusgraden auf Asphalt schlafen müssen.  Es ist eine Schande…….

Ein langes Wochenende………

…….hat heute begonnen. Schöööööön hat es begonnen, endlich nach mehr als zwei Wochen war es nicht nass, hat es nicht geschüttet oder zumindest genieselt, und auch Nero hat mich noch vor sieben Uhr sehr deutlich darauf hingewiesen, dass es endlich wieder Zeit ist, das Wochenende so zu beginnen, wie es sich gehört. Mit ihm an der Leine, das Phone in der Tasche, glücklich plaudernd und die Natur genießend. Einfach nur schööööööööööööööön…..

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Ein Feiertag oder Terrasse 2.0

Heute hatte ich nichts vor. Einfach nichts tun. Die versprochene Abkühlung genießen. Relaxen, erholen, ausrasten von 6 Wochen Baustelle.

Der Tag begann, wie er sollte. Nach einer Tropennacht mit Temperaturen von 24/25 Grad war es um 6 Uhr früh relativ angenehm, und Nero und ich machten uns auf die liebgewonnene Runde, die alles hielt, was sie versprach. Inklusive dem nicht wegzudenkenkenden wunderbaren Gespräch und dem herrlichen Sonnenaufgang:

Sonnenaufgang

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Hitzewelle *stöhn*

Seit Tagen quält mich (und auch andere wie ich annehme) Hitze mit Temperaturen jenseits der 35 Grad. Am ärmsten ist wohl mein Nero. Stell dir vor, du trägst einen schwarzen Pelzmantel – dann wird es wohl verständlich, warum er so leiden muss. Daher verlassen wir spätestens um 6.30 das Haus, um eine ordentliche Morgenrunde zu drehen. Moderne Technik ermöglicht dabei entweder wunderschöne Gespräche zu führen, oder Musik zu hören oder dem neuen Trend zu frönen:

Dem Nero – Selfie!

Variante 1 – unausgeschlafen, zerzaust (beide), mit Fell (auch beide):

Variante 2 – genauso unausgeschlafen, genauso zerzaust, nur mehr einer mit Fell:

Ganz abgesehen davon, gibt es auf diesen Runden natürlich auch sonst wunderbare Eindrücke:

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WP_20150808_07_07_29_ProUnd so ein Start in den Tag ist einfach nur wunderschön, beglückend, Freude gebend, erfrischend, hilft den Geist zu klären und zu sagen – das Leben ist schön! Und keine Hitzewelle oder Arbeitsstress dieser Welt kann daran etwas ändern.

 

 

 

I am from Austria

Heute morgen begab ich mich schon gegen halb sieben Uhr früh auf die Morgenrunde mit Nero. Ich hatte schlecht geschlafen, die Arbeitsbelastung der letzten Wochen zeigt langsam ihre Spuren. Dementsprechend müde schleppte ich mich hinaus – und binnen weniger Minuten war die „Katerstimmung“ weggeblasen. Aus vielerlei Gründen. Mein Nero freute sich und sprang neugierig schnüffelnd aufgeregt durchs Gelände.  Sein Herrl konnte gleichzeitig nett plaudern, Gott und die Welt erörtern, einfach gut, einfach schön……..

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Ferien – Halbzeit

Es ist unglaublich, aber der Juli ist schon wieder (fast) vorbei. Ok, das Schuljahr hat viel zu lange gedauert (inklusive erste Juliwoche Dienstpflichten bis 10.7.), aber dennoch. Wenn ich mir meine sportliche Ausbeute ansehe, so ist die durchwachsen. Ich hatte schon wesentlich bessere Monate mit deutlich mehr Kilometern, aber da gabs auch keine Baustelle, auf der ich mich fast jeden Tag aufhalte.

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Ferien..oder wie sieht ein perfekter Start aus?

Freitag, 3. Juli 2015: Die Zeugnisse sind geschrieben, die Gesichter entspannt – 73 Auszeichnungen darf ich überreichen, ein schönes Gefühl für alle Beteiligten. Zeitweilig hatte ich heuer das Gefühl, dass dieses Schuljahr nie zu Ende geht. Doch es ist vollbracht. Mit allen Hürden, die Jubiläumsfeiern, Zentralmatura, Schulentwicklung und, und, und…. mit Stolz denke ich an die Leistungen aller Beteiligten, an die SchülerInnen (siehe oben), an meine LehrerInnen (die zum Teil bis an die Beslastungsgrenzen gefordert waren), an meinen Schularzt, der einen Herzinfarkt gut überstanden hat und wieder mit dem gleichen Elan am gesundheitlichen Wohlbefinden der SchülerInnen  – Anmerkung: und auch an meinem 🙂 – arbeitet, an die Schulwarte, die es täglich verstehen, unser Haus als Schmuckkasterl zu erhalten…..es gibt so vieles, mit dem ich zufrieden sein kann, worauf ich stolz bin.

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Maturazeit……..

…..ist für mich seit vielen Jahren die wahrscheinlich anstrengendste und forderndste im Schuljahr. Und heuer ganz besonders. Nicht nur, dass die neue Form der Reifeprüfung doch selbst in meinem 16. Dienstjahr als Schulleiter und bei meiner nachgezählt 41 (! in Worten einundvierzigsten) Matura eine gewisse Grundspannung bereithält, ist es wohl die pünktlich zum Start der mündlichen Prüfungen eintreffende „Saharahitze“, die mich dunkle Anzüge und Krawatten 12 Stunden/Tag verfluchen lässt.

Doch heuer ist das irgendwie anders. Denn erstens haben mich die Leistungen unserer MaturantInnen bisher wirklich beeindruckt (*aufHolzklopf*), und das Mitzittern ist einer großen Portion Stolz gewichen, und zweitens kommen auch im ärgsten Stress Tage, wo man das Leben und seine Zutaten richtig genießen kann. So wie den heutigen. Dazu ist gar nicht viel notwendig. Ausschlafen und früh aufstehen, ein lieber Hund und mein Microsoft Lumia 735 samt Headset, um das Wochenendmorgenrtitual einzuhalten – und schon steht einem tollen Tagesstart nichts mehr im Weg. Sonne pur

Daaaaann – Frühstücken auf der Terrasse, mit ein paar Zutaten, die unser Bäcker schon ab 6 Uhr früh verkauft:

gebäck

Dann ein Sprung in den Pool

ppp

und noch ein paar Zutaten

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und schon gehts mir gut. Und Man(n) ist glücklich………